Datenwiederherstellung oder
auch
Datenrettung
(engl.
Data Recovery)
wird der Vorgang genannt, mit dem man gelöschte bzw. beschädigte Daten auf
einem Datenträger wie zum Beispiel einer Festplatte oder einem
Bandlaufwerk wieder lesbar macht. Manchmal handelt es sich dabei nicht nur
um beschädigte Datenstrukturen, sondern
auch um defekte Speichermedien, die soweit beschädigt sein können, dass
die Daten nicht mehr ohne weitergehende technische Maßnahmen gelesen
werden können.
Die Gründe für Datenverlust können vielfältig sein: Daten können durch
Katastrophen wie zum Beispiel einem Brand, einer Explosion oder
Wasserschaden verloren gehen. Datenträger gehen kaputt durch Überalterung
oder technische Defekte. Sehr oft wird der Verlust auch durch
Unachtsamkeit wie versehentliches Löschen oder Formatieren verursacht.
Auch durch Angriffe von Computerviren und Computerwürmern können Daten
verloren gehen.
Die einfachste Möglichkeit der
Datenrettung,
ist die Wiederherstellung der Daten aus dem Papierkorb des Systems, wenn
sie dort noch vorhanden sind. Wenn sie dort auch gelöscht wurden, ist die
nächste Möglichkeit das Einspielen eines Backups, das aus diesem Grunde
regelmäßig und häufig gemacht werden sollte. Ist kein Backup vorhanden,
kann man bei unbeschädigten Datenträgern die Daten mit geeigneten, zum
Teil frei erhältlichen Programmen wieder sichtbar machen. Allerdings
gelingt damit in den seltensten Fällen die komplette Wiederherstellung.
Wenn auch das nicht mehr funktioniert, kann man sich nur noch an
spezialisierte Firmen wenden. Diese können in Reinräumen (staubfreie
Labors) auch Speichermedien wie Festplatten und Magnetbänder zerlegen und
danach die Daten rekonstruieren. Das lohnt sich aber nur, wenn die Daten
sehr wichtig und nicht anders zu ersetzen sind. Der Vorgang der
Datenrettung
wird dann sehr aufwendig und damit auch teuer.
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